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Erzähltechniken

Bei der Erzähltechnik oder auch Erzählstruktur gennant werden die Erzählphasen / Episoden näher betrachtet.

  • Lineare Erzählstruktur:
    = gleichgewichtige, chronologische Behandlung aller Erzählphasen

  • Diskontinuierliche Erzählstruktur:
    = Chronologie der Erzählung wird aufgehoben, indem der Autor die Reihenfolge der Episoden verdreht

Mittel: Vorausdeutungen, Rückblenden
Wirkung: Information des Lesers, Vorwegnahme des Schlusses

  • hervorhebende / vernachlässigende Erzählstruktur:
    = besonderes hervorheben bzw. vernachlässigen einzelner Erzählphasen

Mittel: Einschübe, Auslassungen
Wirkung: Spannungssteigerung, Spannungsverzögerung

  • Handlungsstränge:

    • Entsprechend der gewählten Erzählstruktur verlaufen Handlungsstränge parallel, diskontinuierlich oder chronologisch
    • Der Autor kann die einzelnen Handlungsstränge unterschiedlich gewichten:
      Haupthandlung und Nebenhandlung
    • Eine Nebenhandlung kann auf den Charakter einer Person schließen lassen oder die Haupthandlung näher erläutern
    • Zusammengehalten werden die Handlungsstränge in der Regel durch eine Rahmenhandlung

  • Innere und äußere Handlung

    • Gedanken und Gefühle der Figuren in Romanen bezeichnet man als innere Handlung:
      Die innere Handlung beschreibt die Bewusstseinslage der jeweiligen Figur, ihre geistige, seelische und moralische Entwicklung. Zur Veranschaulichung benutzt man den inneren Monolog. Er ermöglicht eine vertiefte Innenschau auf die Figur unter Vernachlässigung der äußeren Handlung
    • äußerlich sichtbares Tun wird äußere Handlung genannt