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Impressionismus (1890 - 1920)

"Die Schilderung der Wirklichkeit tritt gegenüber der Schilderung der Wahrnehmung dieser Wirklichkeit in den Hintergrund."

Begriff:

- stammt vom lateinischen Wort "impressio" ab und bedeutet Eindruck
- französisch "impressionisme", benannt nach einem Bild von Claude Monet "Impression, soleil levant"

Die politische Situation:

- 1888 Tod Kaiser Wilhelm I
- Nachfolger Sohn Wilhelm II
- Bismarcks Außenpolitik war auf Sicherheit bedacht, doch Wilhelm II glaubte, dass Deutschland mächtig und wichtig genug in der internationalen Politik sei
- ABER: Russland, Frankreich, England wenden sich von Deutschland ab
- 1914 Attentat von Sarajewo >>> erster Weltkrieg
- 1918 bedingungslose Kapitulation Deutschlands
- monarchische Regierungsform wurd durch parlamentarische ersetzt

Die "Korrektur" des Naturalismus: der Impressionismus:

- 1890 neue Dichtungsideale, da manche Autoren die Konzeption und die damit verbundene Intention der Naturalisten ablehnten
- auch Darstellung der Wirklichkeit, doch aus einem anderen Blickwinkel
- wichtig war die Augenblicksstimmung, d.h. Wiedergabe von momentanen Eindrücken und Empfindungen
- Arthur Schnitzler führt in den "inneren Monolog" ein
>>> enges Beziehungsgeflecht zwischen der literarischen Figur und dem realen Leser
- arm an Darstellungen und Handlungen
- Impressionismus brachte kaum bedeutende Dramen hervor
- in der Epik tendiert man zu kleineren Skizzen und Novellen
- die impressionistischen Lyriker schufen Gedichte von bleibendem Rang

Autoren und Werke:

  • Thomas Mann (1875 - 1955)
    - "Tonio Kröger" (1903)
  • Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
    - "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" (1910)
  • Detlev von Liliencron (1844 - 1909)
    - "Nebel und Sonne" (1900)
  • Arthur Schnitzler (1862 - 1931)
    - "Lieutenant Gustl" (1900)