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Symbolismus (1860 - 1925)

Die Epoche des Symbolismus war etwa zwischen 1860 und 1925 und entstand in Frankreich. Als Gegenbewegung zur Vernunft (Realismus, Naturalismus, Aufklärungszeit) war der Symbolismus in ganz Europa verbreitet. Die Symbolisten wollten nicht die Realität wiedergeben sondern eine eigene Kunstwelt schaffen.


Begriff

Der Begriff Symbolismus kommt aus dem Griechischen und stammt von dem Wort "Symbolon" (Zeichen).

Merkmale des Symbolismus:

Beim Symbolismus sollen Gegenstände aus der realen Welt mit Worten und Gefühlen verbunden werden. Wichtig ist eine gewisse Objektivität, die jedem Leser das erkennen und zuordnen von Symbolen möglich macht.
Die Aussage des Autors kann so indirekt durch den Einsatz von Symbolen ausgedrückt werden. Symbolisten verzichten also auf die direkte Beschreibung, sondern vermitteln ihre Aussagen über Symbole und Umschreibungen.
Im Symbolismus werden demnach Teile der echten Welt hergenommen, mit neuen Bedeutungen versehen, um zusammengesetzt ein neues Gesamtbild zu schaffen. Dieses neue Gesamtbild, welches vom unmittelbar geschriebenen stark abweichen kann, ist meist wieder auf das richtige Leben übertragbar.
Im Gegensatz zu anderen Stilrichtungen wird durch den Symbolismus nicht die Wirklichkeit abgebildet sondern eine eigene Kunstwelt geschaffen. Diese Kunstwelt ist jedoch sehr eng mit der realen Welt verwandt und kann somit auf das echte Leben übertragen werden.
Im späteren Verlauf des Symbolismus wurde durch die Übertragbarkeit des Symbolismus auf die Realität auch eine Verbesserung der Gesellschaft angestrebt.

Autoren und Werke:

  • Rainer Maria Rilke
    - Der Panter
    - Blaue Hortensie
  • Karl Gustav Vollmoeller
    - Catherina
    - Gräfin von Armagnac
    - Assues
  • Charles Baudelaire
    - Die Blume des Bösen
    - Der Spleen von Paris