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Literaturangaben und Zitate

Zu den unverzichtbaren Merkmalen wissenschaftlichen Arbeitens gehört, dass die Herkunft von Informationen für den Leser nachvollziehbar gemacht werden muss. Der Leser muss die Informationsquellen des Autors überprüfen, sich ein eigenes Urteil bilden und mit ihnen weiterarbeiten können. Deshalb müssen alle Informationen (= Zitate und sinngemäße Übernahmen von anderen Autoren) durch Literaturangaben belegt werden. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden, die von Fach zu Fach und von Universität zu Universität, ja selbst von Dozent zu Dozentin etwas variieren.

Im Folgenden soll eine mögliche Methode vorgestellt werden:

Zitieren und Belegen

Wenn man Sätze, Satzteile oder charakteristische Begriffe von einem anderen Autor oder einer anderen Autorin in einen eigenen Text übernimmt, muss dies durch Anführungszeichen kenntlich gemacht werden. Die Herkunft der Zitate und der übernommenen Informationen steht in Fußnoten, auf die durch hochgestellte, durchlaufende Ziffern im Text hingewiesen wird.

Wichtige Gesichtspunkte

  • Eine Textpassage wird übernommen, wobei Auslassungen durch (...) kenntlich gemacht werden. Zitate im Zitat werden durch ,...’ markiert.
  • Wichtig: Was innerhalb der Anführungsstriche steht, muss buchstabengetreu und punktgenau aus der zitierten Vorlage übernommen werden.
  • Die Zitate müssen inhaltlich und grammatikalisch in den eigenen Text passen.

 

Literaturangaben

Im Literaturverzeichnis werden alle Texte, Bilder, Grafiken, Tabellen etc. angegeben, die bei der Erstellung der Arbeit verwendet wurden. Die Literaturangaben erfolgen nach dem Alphabet der Autoren. Fehlen Autor und auch der Herausgeber oder die herausgebende Stelle, so wird das Werk in das Literaturverzeichnis unter dem Anfangsbuchstaben des ersten Worts des Buchtitels eingereiht; der Artikel bleibt dabei außer Betracht.

Buch mit einem Verfasser

Ute Frevert, Ehrenmänner. Das Duell in der bürgerlichen Gesellschaft, München 1991.

(Vorname, Nachname, Titel, ev. Untertitel, Erscheinungsort, Jahr)

Zu diesen Angaben kann hinzukommen: Zahl der Bände bei einem mehrbändigen Werk, Auflage.

Hermann Kinder/Werner Hilgemann, dtv-Atlas zur Weltgeschichte. Karten und chronologischer Abriss, 2 Bde. 27. Aufl., München 1993.


Sammelband mit Beiträgen mehrere Autoren / Herausgeber

Klaus E. Müller/Jörn Rüsen (Hg.), Historische Sinnbildung. Problemstellungen, Zeitkonzepte, Wahrnehmungshorizonte, Darstellungsstrategien, Reinbek bei Hamburg 1997 (Hg. oder Hrsg.: Herausgeber)

Eine alternative Zitierweise ist: Historische Sinnbildung. Problemstellungen, Zeitkonzepte, Wahrnehmungshorizonte, Darstellungsstrategien, hg. v. Klaus E. Müller und Jörn Rüsen (Hg.), Reinbek bei Hamburg 1997.


Einzelbeitrag im Sammelband

Reinhard Koselleck, Vom Sinn und Unsinn der Geschichte, in: Klaus E. Müller/Jörn Rüsen, Historische Sinnbildung, Reinbek bei Hamburg 1997, S. 79-97.

(Wichtig: Zuerst der Beitrag, dann der Sammelband, zum Schluss die Seitenangabe)


Aufsatz in einer Zeitschrift

Leonhard Harding, Afrika - Wiege der Menschheit, in: Geschichte lernen, 8. Jg., H. 44, März 1995, S. 4-7.

(Aufsatz, Zeitschrift [evtl. mit Erscheinungsort], Jahrgang, Heft, Erscheinungsjahr, Seitenangabe)


Zitieren aus dem Internet

Der Verantwortliche für eine Seite bzw. der Autor eines Beitrags wird behandelt wie der Autor eines Beitrags in einer Zeitschrift. An die Stelle des Namens der Zeitschrift tritt nun die Angabe der Internetadresse der website, der Links in der entsprechenden Reihenfolge, des Datums des Zugriffs und der herausgebenden Stelle.

Alle in der Arbeit/dem Fachreferat verwendeten Internetseiten sind der Arbeit bzw. den Unterlagen für die Lehrkraft als Ausdruck beizulegen bzw. für die Durchsicht durch die betreuende Lehrkraft bereit zu halten.

Bundeszentrale für politische Bildung: Schriftenreihe. Geschichte des Islam, http://www.bpb.de/publikationen/BSNAGU, Zugriff: 05.12.2005.

(Verfasser des Beitrags bzw. Verantwortlicher für die Seite, Titel der Seite, Internetlink, Zugriffsdatum)